38  Literaturverwaltung mit Zotero

Zotero bewirbt sich selber als persönlicher Forschungsassistent. Im gymnasialen Umfeld ist Zotero in erster Linie ein Hilfsmittel Zitate in Texten korrekt zu formatieren. Darüber hinaus kann Zotero auch als E-Reader mit Zusatzfunktionen zur Verwaltung von Notizen verwendet werden.

38.1 Zotero installieren und einrichten

Um die Funktionen von Zotero im vollen Umfang zu nutzen, ist es sinnvoll ein Zotero Account zu erstellen. Der Account kann auf der Website von Zotero erstellt werden. Wenn der Account nicht ausschliesslich privat genutzt werden soll, ist es sinnvoll die Schul- bzw. Geschäftsemail zu verwenden. Im Nutzerprofil können auch mehrere Adressen hinterlegt werden. Das ermöglicht es, die eigene Datenbank zu behalten, wenn man eine Institution verlässt.

Nachdem optional ein persönlicher Account erstellt worden ist, kann der Zotero Desktop Client heruntergeladen und installiert werden. Auf der gleichen Seite findet sich auch die Möglichkeit den Zotero Connector als Browser Plugin herunterzuladen. Dieses Plugin ist für die Arbeit mit Zotero nicht zwingend erforderlich, vereinfacht aber die Erfassung von Quellen ungemein.

Wenn Zotero installiert ist, kann es über den Menüpunkt Bearbeiten > Einstellungen, Registerkarte Sync mit dem eigenen Zotero Account verbunden werden.

Für die Verwendung von Zotero in einem Markdown – Pandoc-Workflow ist die Installation des BetterBibTeX Plugins in Zotero unbedingt erforderlich. Das Plugin kann direkt aus seinem GitHub Repository heruntergeladen werden. Das heruntergeladene .xpi Dokument kann über das Menü Werkzeuge > Plugins, Zahnradsymbol, Install Plugin from File, installiert werden. Nach der Installation kann die .xpi Datei gelöscht werden.

38.2 Einträge in Zotero erstellen und organisieren

Wie Einträge in Zotero erfasst werden, wird auf der Website von Zotero ausführlich beschrieben. An dieser Stelle darf daher auf die dortigen Erklärungen verwiesen werden. Das gleiche gilt für die Organisation der eigenen Bibliothek.

Damit die Einträge aus Zotero in den Texten gelesen werden können, müssen sie mit dem Zitierschlüssel (citation key) adressiert werden. Die genaue Syntax dazu wird in Kapitel 37.4 erklärt. Zotero erstellt für jeden Eintrag einen Standardschlüssel. Dieser ist jedoch oft schwer zu merken. Es empfiehlt sich daher, den Zitierschlüssel selber festzulegen. Dazu ist im Feld “Extra” der Metadaten des Eintrags das “Key – Value” Paar “citation key: eigener_schlüssel” einzutragen. Gespeichert wird der so festgelegte Zitierschlüssel in dem das Feld “Extra” wieder verlassen wird. Der einfachste Zitierschlüssel ist wohl autorYYYY wobei YYYY für die vierstellige Jahreszahl steht.

38.3 Erstellen einer Bibliographie Datei für den Markdown – Pandoc-Workflow

Die für das jeweilige Projekt erforderlichen Einträge in Zotero werden sinnvollerweise in einer Sammlung zusammengefasst. Diese Sammlung kann dann in eine .bib Datei exportiert werden. Dazu ist das Kontextmenü der Sammlung mit Rechtsklick zu öffnen. Anschliessend ist der Menüpunkt ‘Sammlung Exportieren’ auszuwählen. In der sich öffnenden Dialogbox ist Better BibLaTeX als Format auszuwählen. Sinnvollerweise werden die beiden Optionen ‘Halte aktuell’ und ‘Hintergrund-Export’ ausgewählt. Die erste Option sorgt dafür, dass Änderungen in Zotero-Einträgen automatisch in die .bib Datei geschrieben werden, die zweite verhindert, dass der Export einfriert.
Standardmässig erhält die so erstellte .bib Datei den Namen der Sammlung. Der Name kann während des Erstellens noch angepasst werden. Falls der Name nachträglich angepasst wird, ist nicht sichergestellt, dass die automatische Aktualisierung weiterhin funktioniert. Falls man dem Automatismus nicht vertraut, kann die .bib Datei nach jeder Änderung manuell neu aus Zotero exportiert werden.