Aufgaben zum Warenhandel, MWSt und zu den Forderungen

Buchungssätze
Warenhandel
Forderungen
MWSt
Author

Jacques Mock Schindler

Published

16. February 2026

Die folgenden Aufgaben dienen der Repetition der Verbuchung von Geschäftsfällen aus dem Warenhandel. Sie behandeln insbesondere die Mehrwertsteuer und die Debitorenbuchhaltung.

I. Warenhandel & MWST (Aufgaben 1–15)

  1. Barverkauf von Handelswaren, CHF 1’081 inkl. 8.1% MWST.
  2. Kreditverkauf von Waren, CHF 5’000 exkl. 8.1% MWST.
  3. Wir senden dem Lieferanten Waren im Wert von CHF 400 (exkl. 8.1% MWST) zurück (Kreditkauf).
  4. Ein Kunde sendet uns Waren für CHF 216.20 (inkl. 8.1% MWST) zurück (Kreditverkauf).
  5. Bezugskosten für eine Warenlieferung werden bar bezahlt, CHF 50 (MWST vernachlässigen).
  6. Kreditkauf von Büchern (reduzierter Satz 2.6%), CHF 300 exkl. MWST.
  7. Wir gewähren einem Kunden nachträglich 10% Rabatt auf eine Rechnung von CHF 2’000 (exkl. MWST).
  8. Verkauf von Lebensmitteln (2.6% MWST) gegen Rechnung, CHF 513.00 inkl. MWST.
  9. Warenbezug des Inhabers für private Zwecke, CHF 100 (exkl. 8.1% MWST).
  10. Wir erhalten eine Gutschrift für einen Mängelrabatt vom Lieferanten, CHF 108.10 inkl. 8.1% MWST.
  11. Verbuchung der MWST-Abrechnung: Verrechnung Vorsteuer (CHF 5’000) mit der Umsatzsteuer (CHF 12’000).
  12. Überweisung der MWST-Schuld an die Eidg. Steuerverwaltung per Bank.
  13. Kreditkauf von Waren, CHF 10’000 exkl. 8.1% MWST.
  14. Frachtkosten für einen Warenverkauf gehen zu unseren Lasten und werden dem Kunden direkt auf der Rechnung belastet, CHF 80 (exkl. MWST).
  15. Barverkauf von Waren zum reduzierten Satz, CHF 200 exkl. 2.6% MWST.

II. Zahlungsverkehr & Skonto (Aufgaben 16–25)

  1. Kunde bezahlt Rechnung von CHF 1’081 (inkl. 8.1% MWST) unter Abzug von 2% Skonto per Bank. (Bruttomethode für Skonto).
  2. Wir bezahlen eine Lieferantenrechnung von CHF 2’000 (exkl. 8.1% MWST) unter Abzug von 3% Skonto per Bank.
  3. Bankgutschrift eines Kunden für eine Rechnung von CHF 5’000. Er hat eigenmächtig 5% Rabatt abgezogen. Wir akzeptieren dies. (MWST 8.1% ist im Rechnungsbetrag enthalten).
  4. Zahlung einer Warenrechnung (CHF 1’000 exkl. MWST) per Bank. Wir ziehen 2% Skonto ab.
  5. Ein Kunde begleicht eine Rechnung von CHF 3’243 (inkl. 8.1% MWST) abzüglich 2% Skonto per Bank.
  6. Wir begleichen eine Rechnung über CHF 800 (exkl. 8.1% MWST) nach Abzug von CHF 20 Mängelrabatt per Post.
  7. Ein Kunde zahlt eine Rechnung von CHF 400. Wir gewähren ihm 3% Skonto (8.1% MWST enthalten).
  8. Ausgleich einer FLL-Position über CHF 1’500 durch Bankzahlung unter Abzug von 2% Skonto.
  9. Bezahlung von Frachtspesen (VLL) über CHF 108.10 (inkl. 8.1% MWST) unter Abzug von 5% Skonto per Bank.
  10. Ein Kunde bezahlt eine Netto-Rechnung von CHF 10’000 (MWST 8.1% bereits gebucht) nach Abzug von 2% Skonto per Bank.

III. Verluste Forderungen & Inkasso (Aufgaben 26–40)

  1. Ein Kunde ist zahlungsunfähig. Die Forderung von CHF 1’081 (inkl. 8.1% MWST) wird definitiv abgeschrieben.
  2. Bankzahlung für eine bereits abgeschriebene Forderung (gleiches Jahr), CHF 500.
  3. Inkasso einer Forderung durch das Betreibungsamt: Wir erhalten CHF 400 per Bank, für den Rest von CHF 600 erhalten wir einen Verlustschein (MWST 8.1% inbegriffen).
  4. Ein im Vorjahr abgeschriebener Kunde überweist überraschend CHF 1’200 auf unser Bankkonto.
  5. Wir bezahlen den Kostenvorschuss für eine Betreibung, CHF 70 bar.
  6. Das Betreibungsamt belastet uns Verzugszinsen von CHF 15 (Barzahlung).
  7. Abschluss einer Forderung von CHF 2’162 (inkl. 8.1% MWST) infolge Konkurs (Totalverlust).
  8. Ein Kunde überweist CHF 300 für eine Forderung, die wir vor zwei Jahren abgeschrieben haben.
  9. Bankgutschrift einer Konkursdividende von 20% auf eine Forderung von CHF 10’000 (exkl. 8.1% MWST). Der Rest ist abzuschreiben.
  10. Ein Verlustschein aus dem aktuellen Jahr über CHF 400 wird durch Banküberweisung des Kunden doch noch bezahlt.
  11. Definitive Absage eines Nachlassvertrags: Forderung CHF 3’000 (exkl. MWST) muss zu 70% abgeschrieben werden.
  12. Rückbuchung der MWST bei einer definitiven Abschreibung von CHF 540.50 (inkl. 8.1% MWST).
  13. Kunde Müller zahlt die Betreibungskosten von CHF 100, die wir ihm belastet hatten, per Bank zurück.
  14. Eine Forderung aus einem Kreditverkauf (CHF 1’000 exkl. 8.1% MWST) wird im gleichen Jahr uneinbringlich.
  15. Zahlungseingang auf dem Bankkonto für eine Forderung (CHF 800), die im Vorjahr abgeschrieben wurde.

IV. Wertberichtigungen (Delkredere) (Aufgaben 41–50)

  1. Erstmals wird Ende Jahr eine Wertberichtigung auf den FLL von CHF 3’000 gebildet.
  2. Der FLL-Bestand Ende Jahr beträgt CHF 100’000. Die Wertberichtigung soll neu 5% betragen (Bisheriger Bestand Delkredere: CHF 4’000).
  3. Der FLL-Bestand sinkt. Wir reduzieren das Delkredere von CHF 6’000 auf CHF 4’500.
  4. Anpassung Delkredere: Endbestand FLL CHF 200’000, mutmasslicher Verlust 3%. Das Konto Delkredere zeigt einen Vorbestand von CHF 7’000.
  5. Das Delkredere (Anfangsbestand CHF 2’000) muss aufgrund eines tieferen FLL-Bestandes um CHF 500 gesenkt werden.
  6. FLL-Bestand am 31.12.: CHF 50’600. Das Delkredere soll 10% betragen. Vorbestand: CHF 3’000.
  7. Wir erhöhen die Wertberichtigung auf Forderungen von 2% auf 4%. FLL-Bestand unverändert CHF 150’000.
  8. Vollständige Auflösung des Delkredere am Jahresende (Bestand CHF 1’200), da alle Kunden als sicher gelten.
  9. Der mutmassliche Forderungsverlust wird von CHF 800 auf CHF 1’000 angepasst.
  10. Anpassung Delkredere: FLL-Schlussbestand CHF 80’000. Gewünschte Wertberichtigung 5%. Das Konto Delkredere hat im Moment einen Saldo von CHF 4’200.

\(\rightarrow\) Musterlösung